Sozialmedizinische und soziale Dienste 2019 stark nachgefragt

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Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zieht Bilanz zur Entwicklung der sozialmedizinischen und sozialen Dienste in Niederösterreich im ersten Halbjahr 2019

LR Teschl-Hofmeister: Im ersten Halbjahr 2019 wurden rund 1,8 Mio. Einsatzstunden erbracht

„Im ersten Halbjahr 2019 wurden bereits rund 1,8 Millionen Einsatzstunden erbracht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um rund 23.000 Einsatzstunden“, zieht Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister Bilanz zur Entwicklung der sozialmedizinischen und sozialen Dienste in Niederösterreich.

„Immer mehr Niederösterreicherinnen und Niederösterreich möchten so lange wie möglich zuhause betreut werden. Mit dem Angebot der 24-Stunden-Betreuung und mit der mobilen Pflege können wir diesen Bedürfnissen gut nachkommen und entlasten zudem unsere Pflege- und Betreuungszentren“, so Teschl-Hofmeister.

Das Land Niederösterreich verfügt derzeit über 181 Sozialstationen mit rund 17.100 Betreuten pro Monat, wobei ein Klient/eine Klientin im Monat rund 17 Stunden lang betreut wird. Insgesamt sind pro Monat etwa 4.330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Qualifikationen tätig. Im Jahr 2018 leisteten die Rechtsträger insgesamt 3.579.592,47 Einsatzstunden, was einer Förderleistung von insgesamt 101.599.768,86 Euro entspricht. Die Förderleistung wird von Sozialhilfe, den Krankenkassen und dem NÖGUS erbracht.

Mit einem Mehr von rund 23.000 Einsatzstunden im Bereich der sozialmedizinischen und sozialen Dienste liegt das erwartete Wachstum für das Jahr 2019 unter dem – aufgrund der Prognose des Altersalmanachs 2018 – festgelegten Ausmaß. Vor allem durch die Abschaffung des Pflegeregresses besteht eine erhöhte Nachfrage an stationären Pflegeplätzen in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren, die derzeit aber ebenfalls gut gedeckt werden kann. Derzeit nehmen 18,9% der Pflegebedürftigen mobile Angebote in Anspruch. 8,6% erhalten eine 24-Stunden-Betreuung und 9,8% befinden sich in stationärer Pflege, sprich in Pflege- bzw. Betreuungsheimen. Die verbleibenden 62,6% erhalten ausschließlich „informelle Pflege“, also Selbstpflege oder familiale Pflege.

Über alle Fragen zu Pflege und Betreuung gibt die NÖ Pflegehotline unter 02742/9005 9095 Auskunft. Kostenlos erreichbar von Montag bis Freitag, von 8.00 bis 16.00, oder per Mail unter post.pflegehotline@noel.gv.at

Foto: Josef Herfert