Studentenverbindung Nibelungia eröffnete Zubau zum Turm

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Bei der Eröffnung des Zubaus zum Nibelungia-Turm: Stefan Myczkowski v. Technikus (v. l.), Pater Lukas Roitner, Gottfried Müllschitzky v. Romeo, Aktiven-Senior Nino Tatto v. Koloman, Philister- Senior Gregor Mayer v. Einstein, Bürgermeister Patrick Strobl und Turmwart Andi Lechner v. Fuzy.

Ein ganz besonderes Geschenk machte sich die Melker Studentenverbindung Nibelungia zum 100- jährigen Bestandsjubiläum: Am Tag vor dem Jubiläumsfest eröffnete die Verbindung den Zubau zu ihrem als Bude bezeichneten Vereinshaus im alten Stadtturm. 350.000 Euro investierte die 250 Bundesbrüder zählende Verbindung in den 260 Quadratmeter großen Zubau im Westen des Turms.

Erleichtert und glücklich zeigte sich Pater Lukas Roitner bei der Segnung des Zubaus. Er hatte gemeinsam mit Pater Jeremia vor 30 Jahren die Nachricht über die Schließung der Bude in der Nordbastei im Stift Melk überbracht. Die Verbindung pachtete daraufhin im Jänner 1989 den alten Stadtturm von der Sparkasse. Im Jahr 2001 kaufte Nibelungia den Turm mitsamt dem 870 Quadratmeter großen Grundstück. Im Westen des Turms stand zu der Zeit noch ein Gebäude der Gärtnerei Frischkorn. 2014 wurde erstmals ein Projekt für einen Zubau präsentiert. Es sollte dann aber noch drei Jahre dauern, bis im Jahr 2017 tatsächlich mit dem Bau begonnen wurde.

Gottfried Müllschitzky v. Romeo hob bei der Eröffnung den Einsatz der Bundesbrüder hervor. Stellvertretend bedankte er sich bei den zwei „wichtigsten Mitarbeitern“ Stefan Myczkowski v. Technikus und Andreas Lechner v. Fuzy für insgesamt 5.750 Stunden investierte Eigenleistung.

Bürgermeister Patrick Strobl bezeichnete den Zubau als Schmuckkästchen, das den Blick auf die Türme von Stift, Pfarrkirche und Stadtturm perfekt ergänzt. Sein Eröffnungsgeschenk: Ein in der Gemeinderatssitzung am Dienstag beschlossener Zuschuss von 2.000 Euro.

Gegründet wurde die K.Ö.St.V. (katholisch österreichische Studentenverbindung) Nibelungia am 18.5.1919. Die Verbindung trägt Farbe, ist nicht schlagend und lehnt jede rechtsextreme und rassistische Tätigkeit ab. Die als Bundesbrüder bezeichneten Mitglieder tragen in der Verbindung selbstgewählte Namen, die mit vulgo (v.) hinter dem Namen angeführt werden.

Foto: Stadt Melk / Franz Gleiß

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