Bürgermeister Alois Schroll vertraut erneut auf das bewährte Team Österreich befindet sich im 2. Shutdown. In den letzten Tagen gibt es immer wieder Rekorde bei der Zahl der Neuinfizierten und die Sorge um ausreichend Kapazität an Intensivbetten und Pflegepersonal steigt.

Für Bürgermeister Alois Schroll ist eines klar. Unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben geht die Arbeit auf der Gemeinde weiter und dazu gehört auch die, im März von ihm eingerichtete, Task Force „Gesundheitsvorsorge“. Am 4.11.2020 traf sich diese auf Einladung des Stadtchefs unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen. Die 45x30m große Dreifachturnhalle des Freizeitzentrums bot mehr als ausreichend Platz für die 12 Teilnehmer/Innen der Blaulichtorganisationen, dem Ybbser Gesundheitsnetzwerk und der Stadtverwaltung.

Nach Berichterstattung der Tätigkeitsfelder steht fest. Eines der Hauptprobleme sind nach wie vor die Menschen und der Umgang mit COVID. Bis der Absonderungsbescheid vorliegt, gehen zu viele Betroffene noch immer einkaufen oder anderweitig in die Gesellschaft. „Zu oft funktioniert das System von der Testung bis zum Bescheid aber auch noch viel zu lange“, so Stadtarzt Alois Obernberger. Er selber bietet in seiner Praxis Schnelltests an und kümmert sich bei positiv getesteten Patienten um die weitere Abfolge. Besonders intensiv trifft es auch das Rote Kreuz Ybbs.
GF RK Ybbs Hannes Haberfellner berichtet über Personalmangel trotz neuer Angestellter, uneinsichtige Patienten, viel zu langwierige Testabläufe und vor allem enorm kostenintensive Schutzbekleidung und Hygienemaßnahmen. Gesundheits-Stadtrat Dominic Schlatter sorgt sich um Familien und Eltern, die er seit dem Lockdown im März engagiert betreut hat. „Die Situation daheim überfordert viele Eltern. Hier setzen wir seitens der Gemeinde an und unterstützen tatkräftig und manches Mal deeskalierend.“
Mitglieder der TASK FORCE YBBS Abschließend bekundet der Stadtchef, die an ihn an diesem Abend herangetragenen Punkte der einzelnen Teilnehmer mit dem Gesundheitsminister Rudolf Anschober zu besprechen. „Wir haben es selbst in der Hand. Das konsequente Tragen von Masken, Vermeiden von größeren Menschenansammlungen könnten laut Schätzungen der WHO bis Februar 2021 rund 281.000 Leben in Europa retten. Wir alle müssen unseren Beitrag leisten. So werde ich das Gespräch mit dem Gesundheitsminister suchen und auf finanzielle Unterstützung, Schutzkleidung, Personal und sichere und schnelle Testabläufe drängen.“

Am 05.11.2020 kam der Abgeordnete z.NR BGM Bürgermeister Alois Schroll im Parlament seiner Zusage nach und suchte das Gespräch mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Die Anregung, bereits nach positiven Schnelltests einen Absonderungsbescheid zu veranlassen und nicht erst bis nach dem weiteren Procedere eines anschließenden PCR Tests zu warten, befürwortete der Minister. Alle weiteren, vorgebrachten Anliegen versprach er umgehend prüfen zu lassen.

Foto: Gemeinde