Als Toyota 2015 seine Rückkehr in die FIA Rallye-Weltmeisterschaft bekanntgab, gehörte die Entwicklung eines vom Rallye-Engagement inspirierten Serienfahrzeugs bereits zum Konzept. Ziel war es, das auf höchstem Motorsportniveau gesammelte Know-how und die Erfahrungen von den anspruchsvollsten Rallye-Strecken der Welt für ein neues Straßenmodell zu nutzen. Es sollte eine preisgünstige Option für Kunden darstellen, die mit ihrem Automobil auch gerne sportlich fahren und das sich als Basis für den Wettbewerbseinsatz eignet.

Das erste richtige Sportfahrzeug seit 20 Jahren, das Toyota selbst entworfen und gebaut hat: Für Akio Toyoda, den Präsidenten des Unternehmens, war dies ein ganz persönliches Anliegen. Nach dem Gewinn des Herstellertitels gleich in der ersten Saison des Comebacks in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft sollte es die Kompetenz des Autoherstellers zusätzlich unterstreichen.

Nun steht dieses Fahrzeug in den Startlöchern: Der GR Yaris, von Grund auf neu konzipiert und konstruiert, um auf höchstem Level konkurrenzfähig zu sein. Er ist nach dem erfolgreichen, 2018 vorgestellten GR Supra bereits das zweite Modell aus der GR-Familie, das Toyota weltweit auf den Markt bringt.

Für ein Fahrzeug mit diesem hohen Technologieniveau, das zugleich eine ernsthafte und attraktive Kaufoption für Kunden darstellt, mussten grundlegende Herausforderungen gemeistert werden. Um besser zu verstehen, welche ehrgeizigen Ziele erreicht werden können und müssen, hat das Projektteam des GR Yaris von Beginn an eng mit den Spezialisten von Tommi Mäkinen Racing zusammengearbeitet – jenem Team, das für das World Rally Car auf Basis der Yaris-Vorgängergeneration und die Einsätze in der Rallye-WM verantwortlich zeichnet. Dieser ebenso detaillierte wie intensive Prozess hat ein bemerkenswertes Ergebnis zu Tage gebracht: ein faszinierendes Automobil, das mit einer nahezu idealen Kombination aus Leichtbau, einem agilen und reaktionsfreudigen Fahrwerk, einem verwindungssteifen Chassis und einem leistungsstarken Motor aufwartet, der auch noch besonders kompakt ausfällt. Mit 192 kW/261 PS und einem maximalen Drehmoment von 360 Nm ist er das kraftvollste Aggregat seiner Art und darüber hinaus auch noch der schmalste und leichteste 1,6-Liter-Turbomotor. Dem Serienmodell verhilft er zu bemerkenswerten Fahrleistungen: Der Spurt aus dem Stand auf 100 km/h gelingt in nur 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 230 km/h begrenzt. Für die Kraftübertragung sorgt der permanente, elektronisch geregelte und von Toyota neu entwickelte GR-FOUR-Allradantrieb. Abgeleitet aus dem Rennsport, bietet er drei verschiedene Optionen für die Verteilung des Motormoments zwischen Vorder- und Hinterachse an – Normal, Track und Sport.

Fotos: Toyota