Waidhofen an der Ybbs feierte 150 Jahre Statutarstadt

1139
150 Jahre Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs: Bürgermeister Werner Krammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Nationalratspräsident Wolfang Sobotka und Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher von der Partnerstadt Freising (v.l.n.r.) Foto: © NLK Reinberger

Vor 150 Jahren wurde der Stadt Waidhofen an der Ybbs ein eigenes Statut verliehen. Ein Meilenstein für die Stadt und ihre Entwicklung, der im Jubiläumsjahr 2019 ausgiebig gewürdigt wird und nun mit einem großen Festakt gefeiert wurde.

Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist Waidhofen an der Ybbs eine der schönsten und lebenswertesten Städte, nicht nur in Niederösterreich, sondern weit darüber hinaus. Hier würden historisch bedeutende Bausubstanz und Schätze der Vergangenheit mit Innovation und Fortschritt verbunden. Als Beispiel nannte sie das historische Schloss Rothschild, das seit der NÖ Landesausstellung im Jahr 2007 wieder in neuem Glanz erstrahlt und zu einem ganz besonderen Schmuckkästchen in Waidhofen und zu einem Aushängeschild für die Region geworden ist.

Von links nach rechts: Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Werner Krammer und Nationalratspräsident Wolfang Sobotka im Gespräch Foto: © NLK Reinberger

In Waidhofen wären Menschen am Werk, denen die Zukunft und die Weiterentwicklung der Stadt besonders am Herzen liegen, die mit Mut und Offenheit Innovationen und neue Projekte umsetzen, so Mikl-Leitner. „Diese Entwicklungsstrategie hat sich bestens bewährt.“ Die Stadt sei darüber hinaus ein wichtiger Arbeitgeber für die Region, zahlreiche erfolgreiche Unternehmen hätten in Waidhofen ihren Sitz. Das Waidhofner Kammerorchester glänze mit erfolgreichen Auftritten, und das weltweit.

Als vorbildlich bezeichnete die Landeshauptfrau auch das Digitalisierungsprojekt des Rathauses für eine unbürokratische und transparente Verwaltung. „Diese Strategie verfolgen wir in Niederösterreich in der ganzen Verwaltung und setzen diese Schritt für Schritt um.“

Bürgermeister Werner Krammer bezeichnete es als Privileg, dieser Stadt vorstehen zu dürfen. Das Statut habe Rechte und auch Pflichten mit sich gebracht. Die Autonomie gebe aber Kraft und Zuversicht. Das Rathaus von Waidhofen sei heute ein „moderner und offener Dienstleistungsbetrieb“, so Krammer.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen sagte in seiner Videobotschaft, Waidhofen könne „guten Mutes in die Zukunft blicken“. Die Stadt sei geschichtserprobt, stehe für ein klares Bekenntnis zum Miteinander und habe in ihrer 800-jährigen Geschichte immer wieder einen Neubeginn geschafft.

In einer Interviewrunde zu Wort kamen der Österreichische Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, der Vorsitzender der Landesgruppe Niederösterreich des Österreichischen Städtebundes, Matthias Stadler, und Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher von der Partnerstadt Freising. Grundsätzlicher Tenor: Autonomes Selbstbewusstsein und rasches Handeln sei das Erfolgsrezept der Statutarstädte.

Für Nationalratspräsident Wolfang Sobotka, ein gebürtiger Waidhofener und von 1996 bis 1998 Bürgermeister der Stadt, hätten Städte eine „ungeheure Zentrumswirkung“ und auch Ausstrahlung auf die Region. Im Gegensatz zu „Mega-Cities“ seien kleinere und mittlere Städte überschaubau und stünden für Lebensqualität und Nachhaltigkeit, für Nutzungsvielfalt und ein Innovationsklima, für kulturelle Vielfalt und seien darüber hinaus Bildungszentrum.