Zimmerpflanzen bekommt, wie auch den Gartenpflanzen, Regenwasser am besten. Bestimmte Zimmerpflanzen, wie Bromelien, Orchideen oder Kamelien reagieren empfindlich auf dauerhaftes Gießen mit kalkreichem Leitungswasser. Zur Gewinnung von kalkfreiem Wasser kann im Winter zimmerwarmes Schneewasser genutzt werden.

„Der im Leitungswasser enthaltene, gelöste Kalk reichert sich im Substrat an. Die Pflanzen können in Folge immer weniger andere Nährstoffe aufnehmen, da die Möglichkeit der Aufnahme chemisch gesehen blockiert wird. Die Pflanze hungert also sozusagen, obwohl genügend dieser Nährstoffe in der Erde vorhanden wären“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Aktion „Natur im Garten“.

Viele unserer Zimmerpflanzen stammen ursprünglich aus den Tropen oder Subtropen. Die Böden sind dort meist kalk- und nährstoffarm sowie leicht sauer. Standortangepasste Gartenpflanzen kommen mit hartem, also kalkhaltigem Gießwasser wesentlich besser zurecht. Zudem wird der Mineralstoffeintrag durch den Regen verdünnt. Wer mit kalkfreiem Wasser gießen möchte, kann in den kommenden Wochen auf Schnee zurückgreifen. Das gefrorene Wasser kann leicht in Kübeln gesammelt werden und ist, auf Raumtemperatur gebracht, ideal zum Gießen. Wenn kein Schnee vorhanden ist, kann gekochtes Wasser verwendet werden. Dieses ist nicht vollständig kalkfrei, aber wesentlich „weicher“ als Leitungswasser. Übriges abgekochtes Wasser wird am besten in der Gießkanne stehen gelassen. In abgestandenem Wasser fällt zwar nur minimal Kalk aus, aber es hat dennoch einen Vorteil: Zimmerpflanzen vertragen temperiertes besser als kaltes Wasser direkt aus der Leitung.

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