Zusätzliche Förderung für Mobile Pflege- und Betreuungsangebote beschlossen

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Freuen sich über den Beschluss der Förderung für die Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste NÖ (v.l.n.r.): Hannes Ziselsberger (Direktor Caritas St. Pölten), Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Josef Schmoll (Präsident Rotes Kreuz NÖ), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LAbg. Michaela Hinterholzer (Präsidentin Hilfswerk NÖ), Ewald Sacher (Präsident Volkshilfe NÖ), Michael Landau (Präsident Caritas Österreich)

In der heutigen Regierungssitzung wurden für die Erbringung der „Sozialen und sozialmedizinischen Dienste“ Mittel in der Höhe von 102 Millionen Euro sowie eine neue zusätzliche Förderung für das diplomierte Pflegepersonal im Mobilen Bereich in der Höhe von 2,3 Millionen Euro beschlossen.

In Niederösterreich hat die mobile Pflege einen besonders hohen Stellenwert, der Bedarf an mobilen Betreuungsangeboten werde auch in Zukunft weiter steigen. Für 2018 rechnet man mit einem Stundenwachstum von rund 100.000 zusätzlichen Einsatzstunden im Vergleich zum Vorjahr. „Über 80 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher möchten so lange wie möglich zu Hause alt werden. Für das Jahr 2018 rechnen wir gesamt mit rund 3,6 Millionen Einsatzstunden. Grundvoraussetzungen für das weitere Gelingen flächendeckender und qualitativ hochwertiger Mobiler Pflege sind angemessene Rahmenbedingungen. Dazu möchten wir bereits jetzt nachhaltige Maßnahmen setzen“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Um in Niederösterreich auch weiterhin entsprechende Pflegeleistungen erbringen zu können, werden für 2018 Gesamtmittel im Wert von 102 Millionen Euro freigestellt. Außerdem wird es künftig zu einer Aufhebung der Stundenkontingente kommen. Die Förderung für diplomierte Pflegekräfte wird in Form einer Pauschalleistung, also als Zuschlag zu den Einsatzstunden an die Rechtsträger, ausbezahlt: „Für die einzelne diplomierte Pflegekraft bedeutet das eine Verbesserung von bis zu 110 Euro brutto“, erklärt Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Diese Maßnahmen ermöglichen zudem ein Mehr an Mobiler Pflege und eine Entlastung der Heime.

Im Bereich der mobilen Pflege setzt Niederösterreich seit vielen Jahren auf die bewährte Zusammenarbeit mit den Trägerorganisationen, um gemeinsam die bestmögliche Versorgung in Niederösterreich anbieten zu können. Über 180 gut vernetzte Sozialstationen ermöglichen hochwertige Pflege- und Betreuungsangebote durch qualifiziertes Personal. Um den Beruf des mobilen Pflegedienstes attraktiver zu gestalten und um auch in Zukunft die Nachfrage an Fachkräften decken zu können, versuche man nun durch gezielte Maßnahmen den Wettbewerbsnachteil um diplomierte Kräfte am Arbeitsmarkt zu minimieren.

„Im Pflegebereich warten einige Herausforderungen auf uns. Mit umfassender und nachhaltiger Planung sowie mit zeitgerechten Maßnahmen, wird uns die Bewältigung aber möglich sein“, so Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Ein langfristiges Konzept zu Finanzierung und personeller Ausstattung sei dennoch unerlässlich.

Foto: NLK Burchhart

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