40 Prozent der Busangebote in Niederösterreich werden 2020 erneuert

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Landesrat Schleritzko und VOR-Planungschefin Andrea Stütz Foto: NLK/Filzwieser

LR Schleritzko: „Flächendeckendes Öffi-Angebot ist auf gut funktionierenden Busverkehr angewiesen.“

ST.PÖLTEN. In den kommenden Monaten wird ein großer Teil des Bussystems in Niederösterreich neu organisiert, wie Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko heute ankündigte: „Für ein flächendeckendes Öffi-Angebot sind wir auf einen gut funktionierenden Busverkehr angewiesen, weshalb diese Änderungen eine große Bedeutung für uns haben. Über 40 Prozent aller Gemeinden und Bürger im Land erhalten dieses Jahr ein neues Bussystem. Mit der Umsetzung dieser Planungen ab Mitte des Jahres kann die erste Ausschreibungsrunde im Busverkehr abgeschlossen werden. In fast 20 Ausschreibungsregionen wurde seit 2012 laufend an dieser Neuordnung gearbeitet.“

Insgesamt fünf Regionen im Land werden von den neuen Angeboten im Busverkehr profitieren. Konkret sind das die Region Neunkirchen, Baden, Weinviertel Ost, Wachau und Tullnerfeld. „Es wird zusätzliche Linien geben, wir werden wichtige Orte und speziell Schulstandorte noch besser anbinden können, die Verknüpfung zwischen Bahn und Bus bzw. Bus und Bus wird verbessert und nicht zuletzt können wir auch die Betriebszeiten sowohl am Morgen als auch am Abend ausweiten“, fasste Schleritzko die wichtigsten Eckpunkte der Verbesserungen zusammen.

Die Niederösterreicher profitieren von diesen Ausschreibungen auf unterschiedliche Art und Weise. „Es geht hier ja nicht nur um zusätzliche und bessere Angebote. Durch die Ausschreibungen gibt es barrierefreie Busse, umweltfreundlichere Busse, WLAN und Fahrgastinformationssysteme in den Bussen und ein einheitliches Design zur leichteren Orientierung. Wir haben die Busse insgesamt benutzerfreundlicher gemacht“, so der Landesrat.

Eckpunkte der neuen Busangebote
Im Rahmen der Ankündigung konnte Landesrat Schleritzko auch einige wichtige Punkte aus den Ausschreibungsregionen präsentieren. Details zu Fahrplänen oder eine Liste jener Unternehmen, die zukünftig Leistungen erbringen werden, können aber erst nach der Vergabe der einzelnen Ausschreibungslose veröffentlicht werden.

  • Region Neunkirchen:
    • 51 statt 46 Linien
    • Verstärkter Pendlerverkehr
    • Einführung Taktverkehr
    • Neue Schülerverbindungen
    • Optimierung entlang touristischer Angebote
  • Region Baden:
    • 000 Kilometer an zusätzlichen Angeboten
    • Verbesserung der Anbindung zwischen Bahn und Bus, gerade in Leobersdorf,
      Bad Vöslau und Ebenfurth
    • Angebote bis 21.00 Uhr
    • Einführung Taktverkehr
    • Verstärker zu Hauptpendler- und Schulzeiten
  • Region Weinviertel Ost:
    • 2,1 Millionen Kilometer an zusätzlichen Angeboten
    • zusätzliche Kurse für den Schülerverkehr
    • verbesserte Erreichbarkeit von Hauptorten, Krankenhäusern und Bahnhöfen
  • Region Wachau:
    • 000 Kilometer an zusätzlichen Angeboten
    • Ausweitung der Betriebszeiten
    • Erhöhung Umstiegszeiten am Bahnhof Krems
    • Deutliche Ausweitungen im Stadtverkehr Krems
  • Region Tullnerfeld:
    • Prüfung Express-Verbindung Stockerau – Tulln – Tullnerfeld im Taktverkehr an allen Tagen
    • Verbesserungen auf Relation Zwentendorf – Tulln – Königstetten mit Bahnanschluss in Tulln

40 Prozent des Öffentlichen Verkehrs in NÖ durch Busse
Insgesamt 40 Prozent des Öffentlichen Verkehrsangebots in Niederösterreich wird durch das Bussystem geleistet. „Wir sprechen hier von 50,8 Millionen Kilometern an Angeboten pro Jahr auf 600 verschiedenen Linien an 8.100 Haltestellen im ganzen Land“, informierte der Landesrat weiters.

Foto: VOR/Bollwein