Bauernbund: Milchbauern liefern höchste Qualität – dafür brauchen sie fairen Preis

_“Unsere rund 30.000 heimischen Milchbauern mit durchschnittlich 18 Kühen pro Betrieb sind die besten und wichtigsten Botschafter für die österreichische Milch. Die bäuerlichen Familienbetriebe, mit ihrer flächendeckenden gentechnikfreien Produktion, bilden dabei das Herzstück der heimischen Milchwirtschaft”, sagt Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser.

“Die heimischen Milchbauern sind mit ihrer erstklassigen Arbeit untrennbar mit der Marke Österreich verbunden. Zum größten Teil erfolgt die heimische Milchproduktion in Berg- und benachteiligten Gebieten unter strengsten Umwelt- und Tierschutzstandards. Viehwirtschaft und insbesondere die Milchwirtschaft sind somit Voraussetzung für den Erhalt der Kulturlandschaft, davon profitiert auch der Tourismus. Weil ohne gepflegte Almen wäre Fremdenverkehr in Österreich nur schwer möglich”, ergänzt Bauernbund-Direktor Mag. Norbert Totschnig.

Ein Dankeschön richtet der Bauernbund auch an die Konsumentinnen und Konsumenten, die täglich zu heimischer Qualitätsmilch von österreichischen Molkereien greifen. Deswegen appelliert Strasser an die Kundinnen und Kunden, Eigenmarken außen vor und sich von Aktionen nicht blenden zu lassen. Denn Bäuerinnen und Bauern wollen für ihre harte Arbeit einen fairen Lohn bekommen, wie jeder Arbeiter oder Angestellte auch. “Ich finde es bedauerlich, dass die hochqualitative Milch der heimischen Bäuerinnen und Bauern hinter einer anonymen Eigenmarke verschwindet. Das Schlimmste an diesen Billigmarken ist die Austauschbarkeit. Liefert eine Molkerei nicht zu den gewünschten Konditionen, wird sie ersetzt. Im schlimmsten Fall sogar durch einen Anbieter aus dem Ausland. Das haben sich unserer Bauern nicht verdient”, betont Strasser. Neben den günstigen Eigenmarken sind dem Bauernbund auch die “Aktionitis” der Handelskonzerne ein Dorn im Auge. Gerade rund um den Weltmilchtag werben zahlreiche Supermärkte wieder mit Dumpingpreisen. Haltbarmilch wird im Aktionspack ab 0,54 Cent angeboten oder Bergbauern-H-Milch um 0,69 Cent pro Liter. “Solche Dumping-Preise sind für die heimischen Milchbauern eine Geringschätzung ihrer Arbeit”, so Strasser. Auch Totschnig ruft die Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf zu heimischen Produkten zu greifen: “Das ständige Preisdrücken bringt vor allem die kleineren und mittleren Betriebe in Bedrängnis, aber genau diese brauchen unsere besondere Unterstützung, damit wir auch in Zukunft die vielfältige Betriebsstruktur in der Landwirtschaft halten können.”

Foto: privat / Bauernbund Österreich