Naturschätze entlang der Pielach erleben und erhalten

Katrin Kraus, Schutzgebietsbetreuerin; Bgm. Thomas Vasku, Gemeinde Loosdorf; Petra Scholze Simmel, Leadermanagerin Mostviertel Mitte; Karin Schmid, Schutzgebietsnetzwerk Mostviertel Energie- und Umweltagentur NÖ; Reinhard Kraus, Schutzgebietsbetreuer; Bgm. Walter Handl, Gemeinde Schollach

Es tut sich viel in den Naturschutzgebieten entlang der Pielach, die mit ihrem Unterlauf ein weitgehend intaktes und vielfältiges Zuhause für europaweit geschützte Arten bietet. Um den Erhalt dieser Schutzgüter zu verbessern und deren Bestand zu sichern, finden einerseits Pflegemaßnahmen und andererseits Bewusstseinsbildungsmaßnahmen statt.

„Niederösterreich ist nicht nur das flächenmäßig größte, sondern auch das naturräumlich vielfältigste Bundesland Österreichs. Bei uns wird Naturschutz großgeschrieben. Denn nur wenn wir unsere Natur schätzen und schützen, können wir sie auch für die nächsten Generationen erhalten“, unterstreicht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf die Bedeutung des Naturschutzes.

Mit ihren dynamischen Wildflussstrecken, in denen die Pielach sich frei entwickeln kann, stellt der Fluss ein besonderes Naturjuwel dar, das in dieser Form österreichweit einzigartig ist. Insbesondere der Pielach-Unterlauf bietet ein weitgehend intaktes und vielfältiges Zuhause für europaweit geschützte Arten, wie Würfelnatter, Flussuferläufer, Huchen und Bachmuschel. Aber auch zahlreiche weitere seltene Amphibien-, Libellen-, Fisch- und Vogelarten sind an und in der Pielach beheimatet.

Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ

Um den Erhalt und die Pflege der seltenen Arten und deren Lebensraum zu garantieren, bedarf es vieler Anstrengungen. Zu diesem Zweck wurde ein dreijähriges Projekt zur Schutzgebietsbetreuung zur Förderung durch das Land NÖ und der Europäischen Union im Rahmen des Programmes „Ländliche Entwicklung“ eingereicht. Im von der Energie- und Umweltagentur NÖ koordinierten Projekt sind Gemeinden, regionale AkteurInnen und Fachleute eingebunden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Es werden regelmäßig wichtige Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. „Dabei wird ganz speziell darauf geachtet, dass heimische Pflanzen ungehindert wachsen können und nicht von eingewanderten Arten (sogenannten Neophyten) verdrängt werden. Gefährdete Lebensräume, wie beispielsweise der Auwald mit seinen typischen Pflanzen und Tieren, können weiterhin bestehen bleiben“, erklärt Franz Maier, Bereichsleiter Natur & Ressourcen der Energie- und Umweltagentur NÖ, die durchgeführten Arbeiten.

Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung

Parallel zu dem vom Land NÖ beauftragten Projekt „Schutzgebietsbetreuung und Managementmaßnahmen in den Schutzgebieten an der Pielach 2017-2020“ ist geplant, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen in den Naturschutzgebieten an der Pielach im Rahmen eines LEADER-Projektes umzusetzen. Für das Naturschutzgebiet Pielach-Ofenloch-Neubacher Au erhielt die Kleinregion Schallaburg für ein dreijähriges Projekt mit dem Titel „Die Pielach – Naturschätze am Fluss“ von der LEADER-Region „Mostviertel Mitte“ grünes Licht.

Auf der Webseite www.naturland-noe.at finden Interessierte sämtliche Informationen über das Naturland Niederösterreich. Nähere Informationen zur Schutzgebietsbetreuung an der Pielach erhalten Interessierte bei der Schutzgebietnetzwerk-Ansprechpartnerin im Mostviertel Frau DI Karin Schmid unter 07472/614 86.

Foto: Franz Biber