Neustadtl und Seitenstetten sind e5-Gemeinden!

Geschäftsführer Dr. Herbert Greisberger (Energie- und Umweltagentur NÖ), LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer (Gemeinde Oed-Oehling), EGR Johannes Wagner (Gemeinde Neustadtl/Donau), LAbg. Bgm. Anton Kasser (Gemeinde Allhartsberg), Bgm. Johann Spreitzer (Gem. Seitenstetten), Ing. Johann Wagner (Energie- und Umweltagentur NÖ), NR DI Georg Strasser

Mit mehrheitlichem Gemeinderatsbeschluss haben die Gemeinden Neustadtl und Seitenstetten den Beitritt zum e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden beschlossen. Damit gehören sie gemeinsam mit 34 weiteren Gemeinden in Niederösterreich zur „Energie-Championsleague“ der Gemeinden in Niederösterreich.

Die Gemeinden sind wichtige Partner bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele des Landes Niederösterreich. Mit Neustadtl und Seitenstetten sind bereits 36 Gemeinden in NÖ Teil des e5- Programms und nehmen damit eine Vorreiterfunktion ein. „Die Gemeinden brauchen Mut und Innovation. Sie gehen als e5-Gemeinden mit gutem Beispiel voran und sind somit Vorbild für viele andere Gemeinden in Niederösterreich.“, freut sich LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf über die neuen e5-Gemeinden in Niederösterreich.

„Champions League“ der energieeffizienten Gemeinden

Das e5-Landesprogramm ist dieMeisterklasse der energieeffizienten Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Nutzung Erneuerbarer Energien sowie zum Klimaschutz zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Der Erhalt eines „e“ ist mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar, je mehr „e“, desto höher der Umsetzungsgrad. Die e5-Gemeinden müssen sich dafür in regelmäßigen Abständen einer externen Auditierung stellen, bei der ihre Erfolge sichtbar und mit anderen Gemeinden vergleichbar gemacht werden.

„Durch die Errichtung des Radweges entlang der Landesstraße L 88 (Trefflingtal), dem Feldversuch e-Mobilität in der Lehensiedlung und das neu gestartete e-Carsharing EMMA haben wir in Seitenstetten in jüngster Vergangenheit starken Fokus auf umweltfreundliche Mobilität gelegt“, berichtet Seitenstettens Bürgermeister Johann Spreitzer. Und Spreitzer weiter: „Wir haben uns ganz bewusst für den e5-Beitritt entschieden um Seitenstetten gemeinsam mit intensiver Unterstützung der eNu noch besser in den relevanten Zukunftsthemen weiterzuentwickeln“ In die selbe Kerbe schlägt Neustadtls Energiegemeinderat Johannes Wagner, der sich vom e5-Programm überzeugt zeigt: „Für mich war der Beitritt zum e5-Programm als konsequente Fortführung unserer Bemühungen wie etwa die Generalsanierung der NMS 2016 eine Herzensangelegenheit“

Teilnahme am e5-Programm ist kostenlos

Die e5-Gemeinden profitieren von der kostenlosen Teilnahme am e5-Landesprogramm. Die niederösterreichischen Gemeinden dürfen den zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag zweckgebunden für Mitgliedschaften zum Klimabündnis, zur Klima-Energie-Modellregion, Informationsveranstaltungen, Planungen für Energie- und Klimaschutzprojekte oder Weiterbildungsmaßnahmen in den Gemeinden verwenden. Ziel ist es, mit den Mitteln des Mitgliedsbeitrages konkrete Aktivitäten zu setzen.

Ausbau des e5-Programms

Die umgesetzten Maßnahmen der niederösterreichischen Gemeinden können sich international sehen lassen. Besonders hervorzuheben sind die Sanierungserfolge öffentlicher Gebäude, die Umstellung der Straßenbeleuchtungen auf LED, die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung und der Aufbau von e-Carsharing-Modellen. „Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich steht den Gemeinden mit ihren Expertinnen und Experten mit Rat und Tat zur Seite. Damit wird es für Gemeinden leichter, konkrete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Bis ins Jahr 2020 wollen wir 50 Vorreitergemeinden im e5-Programm betreuen“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Weitere Informationen zu e5 bzw. zum Umwelt-Gemeinde-Service

Auskunft und Beratung zum e5-Programm und zu weiteren Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Gemeinde-Entwicklung erhalten Interessierte beim Gemeinde-Service-Telefon der eNu unter 02742 22 14 44 oder auf www.e5-niederoesterreich.at bzw. www.enu.at
Dieses Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at

Foto: Martin Ruhrhofer, eNu