Urlaub mit individuellem Reiseführer

Herkömmliche Reiseführer versuchen, die gesamte Vielfalt eines Reiseziels zu erfassen – von Rockmusik bis Klassik, Abenteuer bis Spaziergang und veganem Essen bis Steakhouse. Für Besonderheiten und Geheimtipps bleibt oft kein Platz mehr, Insider-Wissen über spezielle Lokale und ausgefallene Locations sowie deren Geschichte oder auch spannende Touren sucht man mitunter vergeblich. insight.trips bietet die Möglichkeit, sich einen individualisierten Reiseführer passend zu den eigenen Interessen zusammenzustellen, drucken und zuschicken zu lassen.

St. Pölten, 23.05.2018 – Von kreativen Concept Stores, lauschigen Lokalen und versteckten Galerien bis hin zum imperialen Glanz längst vergangener Zeiten, bieten Städte einen bunten Mix aus hippen Szenevierteln und Hochkultur. Bei dieser Vielfalt ist es oft schwer, die richtigen Lokale, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für den geplanten Urlaub zu finden. Mit insight.trips soll jede und jeder die richtige Information zu den persönlichen Interessen erhalten.

„Mit insight.trips kann man eine Stadt auf ganz persönliche Art erleben. Man gestaltet den city.guide online nach den eigenen Interessen, wählt aus einer großen Vielfalt an Themen, die einen interessieren und entwirft ein individuelles Cover. Eine Druckerei druckt den Reiseführer, der innerhalb weniger Tage vor die Haustür geliefert wird. Jedes Stück ist ein Unikat“, erklärt Anna Steinacher, Studentin im Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten und bei insight.trips zuständig für Marketing und Design.

Gemeinsam mit den Entwicklern Daniel Huber und Jan Heiss sowie Student Patrick Kofler von der TU Wien hat sie insight.trips ins Leben gerufen. Seit Anfang Mai ist der persönliche Reiseführer für Wien verfügbar. Wenn das Geschäftsmodell in Wien Anklang findet, plant das Team die Expansion in andere Städte – allen voran in Deutschland.

Bausteinprinzip für die Inhalte
Die Inhalte des Reiseführers können aus Bausteinen, sogenannten Collections, ausgewählt werden, die jeweils aus vier bis sieben Aktivitäten, Lokalen oder Sehenswürdigkeiten bestehen (z.B. Vegan in Wien, Wiener Weinbars, Studierendencafés etc.). Man kann entweder aus einer von drei sorgfältig kuratierten Vorlagen wählen (Der Trendige, Der Urbane, Der Imperiale) – diese Vorlagen beinhalten bereits einige Collections, die nach Belieben verändert werden können. Oder man startet ohne Vorlage und stellt sich den city.guide gänzlich selbst zusammen.

„Unser Team von insight.trips sammelt regelmäßig neue, coole Inhalte, um einen noch tieferen Einblick in die Wiener Kultur zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, kooperieren wir mit diversen Bloggerinnen und Bloggern, lokalen Insiderinnen und Insidern, Personen auf Instagram und Tour Guides“, sagt Steinacher.

Geschäftsmodell und Start-up-Förderung
Das Geschäftsmodell von insight.trips basiert auf zwei Säulen: Zum einen werden die city.guides an Reisende verkauft, zum anderen bieten das Start-up ein Modell für Unterkünfte, die ihren Kundinnen und Kunden ein einzigartiges Service bieten wollen. Die Reisenden können gemeinsam mit den Betreiberinnen und Betreibern der Unterkunft einen city.guide erstellen, der auf die Zielgruppe der Unterkunft zugeschnitten wird und „Special Collections“ wie zum Beispiel „Bars in der Nähe des Hotels“ enthalten kann. Neue Funktionen wie eine englische Version sind geplant, zudem wird es in einigen Monaten möglich sein, Gutscheine und Tickets direkt in den city.guide zu integrieren, sodass er als Geschenk noch attraktiver wird.

Das Team von insight.trips hat am Start-up-Programm Creative Pre-Incubator von FH St. Pölten und accent Gründerservice GmbH teilgenommen, einem Förderprogramm für Studierende und Alumni mit Gründergeist. Expertinnen und Experten unterstützen im Programm die Teams bei der Weiterentwicklung von Geschäftsideen sowie der Unternehmensgründung und fördern Kontakte zur Start-up-Szene.

Von der Idee zum Produkt
„Wir erkannten im Laufe unserer Reisen, dass klassische Reiseführer nur sehr wenige, für uns relevante Informationen beinhalteten. Jene Informationen, die wir gebraucht hätten, mussten wir online recherchieren, weil sie für einen Reiseführer zu speziell sind. Wir überlegten also, wie wir die Personalisierungsmöglichkeiten einer Website mit der haptischen Komponente eines klassischen Reiseführers kombinieren konnten, um das Beste aus beiden Welten zu bieten“, erklärt Steinacher.

Gedruckte Reiseführer entsprechen zudem laut Steinacher dem Trend des „Digitaldetox“, dem bewussten Verzicht auf Digitales. In einer Studie im Rahmen einer Lehrveranstaltung der FH St. Pölten mit 380 Probanden erhoben Steinacher und ihre Kollegen, dass 30 Prozent aller Befragten gedruckte Reiseführer nutzen. Damit war die Idee eines analogen, aber individualisierbaren city.guides geboren.

Fotos: insight.trips