Die Vorbereitungen für die Impfung laufen auf Hochtouren

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Bundeskanzler bei Kwizda, Leopoldsdorf   Foto: BKA/Tatic

Bundeskanzler Sebastian Kurz besucht Kwizda Pharmadistribution

Bundeskanzler Sebastian Kurz besuchte gemeinsam mit Robin Rumler, dem Geschäftsführer der Pfizer Corporation Austria, Renée Gallo-Daniel, der Präsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller ÖVIH und Thomas Brosch, dem Geschäftsführer von Kwizda Pharmahandel, das Unternehmen „Kwizda Pharmadistribution“ in Leopoldsdorf bei Wien, um sich ein Bild über die logistischen Herausforderungen der Impfstoff-Distribution zu machen.

Diese Woche wurde im Ministerrat die COVID-19-Impfstrategie des Bundes verabschiedet. Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist es, jeder und jedem, die/der sich impfen lassen möchte, einen umfassend geprüften, sicheren, effektiven und zugelassenen COVID-19-Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Hier nimmt die Logistik eine Schlüsselrolle ein. In Österreich laufen bereits intensive Vorbereitungen, um eine optimale und professionelle Logistik der Impfstoffe zu gewährleisten. Neben dem Gesundheitsministerium und privaten Unternehmen kommt auch dem Bundesheer in Planung und Begleitung der operativen Umsetzung eine wesentliche Rolle zu.

„Die Impfung gegen das Coronavirus wird der Game Changer in der Bekämpfung der Pandemie. Mittlerweile haben wir die Gewissheit, dass wir schon ab Jänner beginnen werden zu impfen und somit im nächsten Sommer schon wieder zur Normalität zurückkehren können. Die Vorbereitungen zur Umsetzung der österreichischen Impfstrategie laufen auf Hochtouren. Das wird ein gemeinsamer Kraftakt in ganz Österreich und es ist schön zu sehen, dass die Logistik schon gut vorbereitet ist“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Alle Mitglieder des Verbands der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO) rüsten ihre Standorte nun weiter aus, um die unterschiedlichen Anforderungen an die Logistik aller COVID-19-Impfstoffe erfüllen zu können. „Egal, ob es eine Lagerung bei -70 Grad ist wie für den Impfstoff von Pfizer-BioNtech nötig, oder 2-8 Grad wie für das Produkt von Astra Zeneca. Bis Jahresende 2020 werden wir in der Lage sein, Millionen Impfdosen bei -70 Grad zu lagern und in weiterer Folge zu verteilen. Auch alle andere in Diskussion stehenden Temperaturbereiche können von den über ganz Österreich verteilten 23 Standorten der Arzneimittelgroßhändler abgedeckt werden“, erläuterte Thomas Brosch, Geschäftsführer von Kwizda Pharmahandel und Vorstandsmitglied des PHAGO.

Einer der SARS-CoV-2 Impfstoffe, die vor der Zulassung stehen, kommt von Pfizer und BioNTech. „Seit Beginn der Corona-Pandemie war es unser erklärtes Ziel, einen Impfstoff zu entwickeln, der einen schnellen und wirksamen Schutz gegen COVID-19 bietet und gleichzeitig eine gute Verträglichkeit hat. Das haben wir mit unserem Impfstoffkandidaten in allen untersuchten Altersgruppen erreicht“, bekräftigt Robin Rumler, Geschäftsführer der Pfizer Corporation Austria. Die Phase-3-Studie des Pfizer-BioNTech-Impfstoffes wurde in 150 teilnehmenden Studienzentren, verteilt auf sechs Länder, durchgeführt und hat bis heute 43.661 Probanden eingeschlossen.

Gemeinsam mit Impfstoffkandidaten zweier anderer Unternehmen befindet sich der Impfstoffkandidat derzeit in einem sogenannten rollierenden Zulassungsprozess bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Alle Ressourcen, die seitens der Zulassungsbehörden und seitens der Unternehmen verfügbar sind, würden sich derzeit auf die Bewertung der für die Zulassung erforderlichen Daten konzentrieren. „Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Es wird keine Zulassung geben, ohne dass Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität der Impfstoffe nachgewiesen sind“, ergänzte Renée Gallo-Daniel vom Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller.

Bundeskanzler bei Kwizda, Leopoldsdorf   Foto: BKA/Tatic