Jugendliche und niederösterreichische Gemeinden profitieren von EU-Jugendprogrammen

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Foto: Kraus
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LR Teschl-Hofmeister/LR Eichtinger: Im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps können Projekte bis 28. Mai eingereicht werden

St. Pölten. Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können in ganz Europa Freiwilligeneinsätze absolvieren. Mit der nun gestarteten Programmphase 2021 bis 2027 des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) haben wieder zahlreiche Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher die Möglichkeit, sich europaweit zu engagieren. „Gleichzeitig werden Freiwillige aus vielen europäischen Ländern gemeinnützige Organisationen und Gemeinden in unserem Bundesland mit ihrem Einsatz bereichern“, sind sich Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrat Martin Eichtinger einig, dass es hier für unsere jungen Menschen, aber auch für die NÖ Gemeinden und Organisationen viel zu gewinnen gibt.

Das im Dezember 2016 ins Leben gerufene Europäische Solidaritätskorps existiert seit Oktober 2018 als EU-Programm. Niederösterreichische Gemeinden profitierten in den letzten drei Jahren von der Unterstützung junger Menschen, die für 2 bis 12 Monate aus Dänemark, Litauen, Frankreich, Lettland, Türkei, Spanien, Griechenland, Ukraine, Slowenien und Italien nach Niederösterreich gekommen sind. Unter anderem wurden seither fünf Pflege- und Betreuungszentren durch die Freiwilligen tatkräftig unterstützt. „Unsere ESK-Freiwilligen sind tolle Menschen und haben mit den Bewohnern und Bewohnerinnen sehr schnell eine gute Beziehung aufgebaut. Sie haben viel eingebracht und sehr viele Angebote gesetzt, die den Bewohnern, Bewohnerinnen und uns als Team gutgetan haben“, so DSA Walter Freinberger, Direktor des Pflege- und Betreuungszentrums Herzogenburg.

Es besteht ein reges Interesse von Gemeinden, EU-Projekte durchzuführen. „Wir bekommen Anfragen von Gemeinden, die hervorragende Ideen mitbringen. Zum Beispiel wollen sie Freiwillige für ihre Bibliotheken, Jugendzentren und die offene Jugendarbeit, Kindergärten oder Nachbarschaftsprojekte einsetzen“, so das Team der niederösterreichischen Regionalstelle für das Europäische Solidaritätskorps und Erasmus+ Jugend in der Jugend:info NÖ. Ein weiteres von der Europäischen Union gefördertes Projektformat sind Solidaritätsprojekte, bei denen Gruppen von 5 Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren gemeinsam eine Projektidee umsetzen. Beispiele sind Kunst- und Kulturprojekte, Umwelt-Workshops für Kinder und Erwachsene, der Bau eines Jugend-Cafés oder Musik-Ferien-Tage für benachteiligte Kinder.

Win-win-Situation für alle Beteiligten
Von den Projekten des ESK profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die Gemeinden. Sie zielen auch auf die Einbeziehung von jungen Menschen mit geringeren Chancen ab, um möglichst allen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen. Dafür gibt es auch zusätzliche Unterstützung durch extra Fördergelder und niederschwellige Angebote. Teschl-Hofmeister und Eichtinger sehen neben dem wichtigen Wert für die Gesellschaft auch klare finanzielle Vorteile: „Seit Start des Europäischen Solidaritätskorps sind insgesamt 476.409 Euro über dieses neue EU-Jugendprogramm nach Niederösterreich für Freiwilligeneinsätze und Solidaritätsprojekte geflossen. Das ist ein Beginn, in Zukunft soll es vor allem für unsere Gemeinden aber noch mehr werden.“

Ab sofort können Anträge auf Qualitätssiegel oder auf Fördermittel für Freiwilligen- und Solidaritätsprojekte gestellt werden. Einrichtungen aus Niederösterreich können sich dieses Jahr in zwei Antragsfristen bewerben: bis 28. Mai 2021 sowie bis 5. Oktober 2021.

www.jugendinfo-noe.at/einfach-weg/eu-jugendprogramme

www.solidaritaetskorps.at

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