Konferenz zum Internationalen Tag der Mut-tersprache 2021 würdigt Übersetzungsarbeit von Jehovas Zeugen auf den Philippinen

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Elnathan Lee (oben) und Israel Aves vom Hauptbüro der Zeugen Jehovas auf den Philippinen als Redner bei der virtuellen Konferenz zum Internationalen Tag der Muttersprache 2021
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Niederösterreich. In Niederösterreich leben 247.595 Menschen, die keine österreichische Staatsbürgerschaft haben. Nach Meldung der Statistik Austria vom 1.1.2020 hat das Bundesland Niederösterreich 1.684.287 Einwohner. Somit macht der Anteil der Nichtösterreicher 14,7 Prozent aus. Dieser Teil der Gesellschaft kommt ursprünglich aus 165 verschiedenen Staaten.

Dieser Umstand, der nicht nur in NÖ zu beobachten ist, hat Jehovas Zeugen veranlasst, die Übersetzungsarbeit weltweit zu intensivieren. Im November 2019 erreichte man einen Meilenstein. Die ohnehin meistübersetzte Website der Welt jw.org ist seitdem in über 1 000 Sprachen verfügbar.

Naturgemäß interessieren sich Jehovas Zeugen aus Niederösterreich, was ihre Glaubensgeschwister rund um den Globus in der Übersetzungsarbeit erreichen. Diesmal verfolgten sie ein Festival zum Internationalen Tag der Muttersprache auf den Philippinen. Vom 21. Februar bis 20. März 2021 fand eine Fachkonferenz statt, bei der Pädagogen, Entscheidungsträger der internationalen Politik, Forscher und Wissenschaftler aus 12 Ländern zugeschaltet waren.

Der Vorsitzende der Konferenz, Dr. Ricardo Ma. Nolasco vom Fachbereich Sprachwissenschaften an der University of the Philippines Diliman, lud Vertreter des Hauptbüros der Zeugen Jehovas auf den Philippinen zur Teilnahme ein. Am 9. März 2021 präsentierten Herr Elnathan Lee und Herr Israel Aves, die beide als Übersetzer tätig sind, die Übersetzungsarbeit von Jehovas Zeugen. An der Konferenz nahmen 320 Personen virtuell teil.

Laut Dr. Ricardo Ma. Nolasco ergab eine landesweite Umfrage, dass abgesehen von Schulbüchern die meistgelesene Publikation auf den Philippinen die Bibel ist. Passenderweise stand ein Teil der Konferenz unter dem Thema „Die Übersetzung der Bibel in philippinische Sprachen“. Darüber referierten unter anderem die beiden Vertreter der Zeugen Jehovas.

Die Präsentation von Herrn Aves Israel war betitelt „Genau oder verständlich – oder beides? Indigene Sprachen und die Herausforderungen bei der Übersetzung der Bibel“. Er stellte heraus, dass beim Übersetzen der Neuen-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift (NWT) sowohl auf Genauigkeit als auch auf Verständlichkeit geachtet wurde. Aves erklärte: „Die Tätigkeit von Jehovas Zeugen verfolgt in erster Linie den Zweck, biblische Bildung zu vermitteln. Deshalb versuchen sie die NWT selbst in Sprachen zur Verfügung zu stellen, die nur von Minderheiten gesprochen werden. Sie ist online oder als gedruckte Ausgabe bei den Ortsversammlungen der Zeugen Jehovas erhältlich. So kann man sich selbst ein Bild davon machen, wie gut es den Übersetzern gelungen ist, Gottes Wort sowohl genau als auch verständlich wiederzugeben.“

In einer Präsentation mit dem Thema „Menschen aus allen Nationen und Sprachen erreichen – die grenzübergreifende Übersetzungstätigkeit von Jehovas Zeugen“ sprach Herr Lee Elnathan über den Umfang der Übersetzungsarbeit von Jehovas Zeugen. Er erklärte, dass über 6 000 Übersetzer und freiwillige Helfer daran beteiligt sind. Außerdem schilderte er, wie unsere Übersetzungstätigkeit von den Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit stark zugenommen hat. Er sagte abschließend: „Die Übersetzer der Publikationen von Jehovas Zeugen betrachten ihre Arbeit als Beitrag zum Gemeinwohl mit dem Ziel, verständliche Übersetzungen zu veröffentlichen, die keine Grenzen kennen und sowohl informativ als auch erbauend sind.“

Medienkontakt:
Franz Michael Zagler,
Tel: 0676/637 84 96,
E-Mail: f.m.zagler@aon.at

Foto: © jw.org

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